zweiundihrtag | Hochzeitsfotograf Köln

TIPPS & TRICKS II

ZEITPLANUNG HOCHZEITSFOTOGRAF

Für alle Paare, die schon ihr Vorgespräch mit mir geführt haben, wird sich einiges sicher vertraut anhören, was ich im Folgenden beschreibe. Gleichzeitig gibt es auch ein paar unvermeidbar Überschneidungen mit meinem ersten Beitrag in meiner Tipps & Tricks Ecke zur Auswahl eines Hochzeitsfotografen, da ich auch dort schon den zeitlichen Ablauf beschreibe um euch möglichst viele Infos über die Hochzeitsfotografie zu liefern.

Auf jeden Fall bin ich als Hochzeitsfotograf natürlich mit der Erfahrung von zahlreichen Hochzeiten auch ein Experte darin geworden, die zeitliche Planung für eine tolle Hochzeitsreportage durchzugehen. Deshalb habe ich mir gedacht in meinem zweiten Beitrag in meiner Tipps & Tricks Ecke genau diesen Bereich zu behandeln und Euch unterschiedliche Möglichkeiten und Zeitfenster aufzuzeigen.

Bei allen Ähnlichkeiten ist es natürlich wichtig zu beachten, dass jede Hochzeit individuell anders ist und sich dies natürlich auch in einer unterschiedlichen Dauer von einzelnen Passagen widerspiegelt. Trotzdem gibt es wie gesagt Ähnlichkeiten und ich spare hier auch bewusst Teile wie die Trauung oder den größten Teil des Abendprogramms aus, um mich auf die zeitlichen Elemente zu konzentrieren, bei denen es allgemeine Erfahrungswerte oder ähnliche Muster gibt.

Ich beginne allerdings auch erstmal ganz viel früher und weit entfernt von Trauung, Gratulation und Torte. Denn eins ist für die Hochzeitsfotografie natürlich essentiell und damit auch für eure Zeitplanung: eurer Hochzeitsfotograf. Und der will gebucht werden, ein Vorgespräch mit euch führen und das letzte Briefing erhalten.


Titelbild für Tipps und Tricks zur Zeitplanung des Hochzeitsfotografen in Köln, Bonn und Düsseldorf, mit Paar beim Paarshooting


IM VORAUS: Buchung, Vorgespräch und Briefing

Ob er euer Hochzeitsfotograf jetzt wie ich aus Köln kommt oder von Bonn, Düsseldorf, Berlin oder sogar aus dem Ausland anreist: Eins haben wir alle gemeinsam. Wir können an einem Tag nur eine Hochzeit fotografieren. Und da leider nicht alle 365 Tage des Jahres gute Hochzeitstermine sind, ist unsere Verfügbarkeit sehr begrenzt. D.h. Beliebte und manchmal auch die weniger beliebten Termine können schnell und frühzeitig vergeben sein. Deshalb rate ich jedem Paar sich so früh wie möglich mit der Auswahl eines Hochzeitsfotografen zu befassen. Hier allerdings einen konkreten Zeitrahmen zu nennen ist naturgemäß nicht möglich. Damit ihr aber einen Anhaltspunkt habt, über welche Zeiträume ich spreche: Eine Buchung anderthalb Jahre vor der Hochzeit ist bei mir keine Seltenheit.

Beim Zeitpunkt für das Vorgespräch mit eurem Fotografen gibt es im groben erstmal zwei Möglichkeiten:

Variante A: Vorgespräch vor der Buchung

Wenn euch ein erster persönlicher Kontakt sehr wichtig ist, trefft ihr euch schon vor der Buchung mit eurem Fotografen. Hierbei verbleibt das Gespräch natürlich eher allgemein und kann meist noch nicht dazu genutzt werden, eine wirklich genaue zeitliche Planung aufzustellen. An diesem Zeitpunkt besteht oft nur ein grober Zeitplan von eurer Seite, da euer Hochzeitstermin meist noch 9-12 Monate und mehr entfernt liegt.

Variante B: Vorgespräch nach der Buchung

Der Vorteil dieser Variante besteht darin, dass ihr das Vorgespräch zeitlich deutlich näher zu eurer Hochzeit ansetzen könnt. Ihr wisst dann schon genau, wann, wie und wo was passiert. Alle anderen Dienstleister haben schon ihr Feedback abgegeben und ihr seid vollständig informiert. Euer Fotograf kann sich also zeitlich detailliert einbringen und euch beraten wo er wann was fotografiert. Wie nah ihr das Vorgespräch an eure Hochzeit ranlegt, ist natürlich erstmal ein wenig Geschmackssache. Ich rate meinen Paaren aber immer dazu es so spät zu machen, wie es sich für sie noch gut anfühlt. Erfahrungsgemäß steht dann meist am meisten fest und die ersten unerwarteten Änderungen sind ebenfalls schon einkalkuliert.

Welche dieser beiden Varianten für Euch die bessere ist, müsst natürlich ihr entscheiden. Ein guter Hochzeitsfotograf – ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihr einen solchen buchen möchtet – sollte auch immer ein aufgeschlossener Mensch sein, der sich gut auf andere Menschen einstellen kann bzw. muss dies sein um ein guter Hochzeitsfotograf sein zu können. D.h. wenn euch seine Bilder gefallen und ihr bei seinem Profilbild denkt es würde passen, könnt ihr auch ziemlich sicher sein, dass dem so ist.

Als eine gute Kombination aus beiden Varianten empfinde ich ein kurzes Skype- oder Face Time-Gespräch vor der Buchung und wenn dann gewünscht und örtlich möglich noch ein persönliches Treffen zeitlich näher an der Hochzeit. Natürlich tut es auch eine zweite Skype Session. Aber macht es am Besten natürlich immer so, wie es sich für euch richtig anfühlt.

Je nachdem welche der beiden Varianten ihr gewählt habt und wie nah das Vorgespräch zeitlich an eurer Hochzeit lag, gibt es mehr oder weniger viel Bedarf für ein weiteres kurzes zeitliches Briefing. Erfahrungsgemäß geht dies am Besten am besten bei einem kurzen Telefonat am Montag (oder natürlich auch Dienstag) vor Eurer Trauung. Dann sind es noch ein paar Tage, falls irgendeine Änderung auftritt, die den Fotografen betrifft und gleichzeitig steht alles normalerweise zeitlich so sehr fest, dass euer Fotograf danach genaustens Bescheid weiß. Außerdem kann der Fotograf meist mehr Details von eurer Hochzeit aufnehmen ohne sie durcheinander zu bringen, da er dann schon die Infos von der Hochzeit vom Wochenende davor aus seinem Kopf streichen kann.

Euer Fotograf freut sich bestimmt auch über einen kurzen zeitlichen Ablaufplan von Euch per Mail. Meist schreibt man diesen als Hochzeitsfotograf zwar nochmal um, damit die wichtigsten Punkt klar hervortreten, aber eine gute Grundlage ist dieser immer.

DER TAG BEGINNT: DAS GETTING-READY

Bei der Dauer für das Getting-Ready unterscheide ich immer sehr deutlich in Bezug auf Braut und Bräutigam. Dies muss natürlich nicht sein, grundsätzlich gibt es nur bei den Männern meist weniger zu fotografieren. Außerdem und hier kommt der einzige Abschnitt des Tags wo ich dazu rate eine kleines bisschen zu mogeln: Der Bräutigam kann seinen Anzug oder zumindest das Jacket schnell wieder ablegen und entspannt dem Tag entgegen fiebern. Bei den meisten Hochzeitskleidern ist dies anders. Zugleich wird der Mann seine Haare in den meisten Fällen deutlich schneller und eigenständig herrichten sowie komplett auf Make-up verzichten.

Dies sind alles Gründe warum ich eigentlich immer zuerst den männlichen Part der Vorbereitung dokumentiere und trotzdem locker und authentisch den Weg der Vorbereitung beim Mann gemeinsam mit dem Bräutigam ‚durchspiele‘. Im Klartext zieht sich der Bräutigam in der Begleitung meiner Kamera an, macht sich fertig und dann fährt nicht er, sondern ich wechsel zur Vorbereitung der Braut. Schöne und natürliche Bilder gibt es dabei trotzdem immer und zugleich ist der Bräutigam dadurch auch meist noch viel entspannter, als wenn ich die Fotos eine Stunde später machen würde. Insgesamt ist ein guter Zeitrahmen um die Vorbereitung des Mannes zu fotografieren zwischen 20 und 30 Minuten zu finden. Wie immer gilt natürlich das eine länger Dauer auch mehr Varianz und mehr Bilder bringt, aber erfahrungsgemäß bleibt dies eine guter Rahmen. Wichtig ist danach auch die Fahrt zur Braut einzuplanen. In Köln, Bonn, Düsseldorf und allen anderen Großstädten natürlich auch immer der Verkehr je nach Tageszeit.


Stimmungsbild fuer Zeitplanung des Getting-Ready, Braeutigam zeiht sich an in Köln


Angekommen bei der Braut kann der Fotograf gut damit beginnen, den dann gerade erreichten Zustand von Haaren und Make-up festzuhalten um hinterher eine Entwicklung zu sehen. Sind ein paar Bilder gemacht, stehen für den Fotografen wenn gewünscht die Detailfotos von Brautkleid, Schuhen, Strauß, Schmuck und allem anderen was der Braut wichtig ist an. Danach dokumentiert er die weitere ‚Verwandlung‘ hin zur Braut. Ich persönlich bin immer wieder fasziniert, was gerade das weiße Kleid hier ausmacht. Für diesen gesamten Block, plane ich immer einen Zeitrahmen von einer Stunde und 10 bis 20 weiteren Minuten ein. Natürlich könnt ihr diesen Part auch auf euren Zeitplan in Bezug auf Haare und Make-up ausrichten. Jede Braut ist da ganz unterschiedlich, manchmal ist die Braut schon fast fertig wenn ich komme und manchmal ist beim eigentlich geplanten Abfahrtzeitpunkt das Kleid noch nicht angelegt.

Auf jeden Fall müsst ihr aber bedenken, dass euer Hochzeitsfotograf natürlich schon vor euch bei der Trauungslocation sein sollte und entsprechend auch vor euch losfahren muss. Gleichzeitig sind dann normalerweise schon alle Gäste eingetroffen, d.h. – sollte ihr ihm nicht optimalerweise einen Parkplatz vor Kirche, Standesamt oder ähnlichem reservieren können – er ist der letzte auch in Bezug auf einen freien Parkplatz. Rechnet also mindestens 15 Minuten ein, die er vor euch starten sollte. Falls dieser Puffer dann nicht gebraucht wird, ist diese kurze Zeit auch immer super, um noch die letzte Aufregung des Bräutigams vorm Altar festzuhalten.

VIER MÖGLICHKEITEN FÜR DAS PAARSHOOTING

Gewissermaßen der einzige Part, bei dem euer Hochzeitsfotograf direkter Bezugspunkt für den zeitlichen Ablaufplan ist das Paarshooting. Entsprechend ist es auch hierbei nicht verkehrt Rücksprache mit ihm zu halten. Trotzdem kann sich auch hier eigentlich jeder Hochzeitsfotograf auf euch einstellen.

Natürlich gibt es eine bestimmte Dauer die jeder Fotograf für das Paarshooting empfiehlt, aber natürlich kann man es auch immer kürzer gestalten, muss dann aber natürlich auch mit Abstrichen beim Variantenreichtum der Bilder rechnen. Gleichzeitig leidet vielleicht nicht die direkte Qualität der Bilder, aber im Normalfall führt Zeitdruck nicht unbedingt bei eurem Fotograf, dafür aber bei euch zu einer gewissen Angespanntheit. Für natürlich schöne und authentische Bilder ist Entspannung aber essentiell. Oder sagen wir es so: Je mehr ihr euch fallen lassen und entspannen könnt, desto besser werden auch die Bilder.

Damit kein Zeitdruck aufkommt und eine schöne Bandbreite an Varianten entsteht, empfehle ich aus meiner Erfahrung heraus sich eine Stunde für das Paarshooting Zeit zu nehmen. Wie gesagt, es geht immer kürzer und natürlich auch länger, aber wenn ihr mich fragt, passt die Stunde perfekt. Für die Entscheidung an welchem Punkt des Tages ihr diese Stunde einplant gibt es meiner Meinung nach vier gute Möglichkeiten, wobei ich im Normalfall immer zu Variante A tendieren würde.

A. NACH DER GRATULATION

Wenn euch alle Gäste gratuliert haben – übrigens ist dies ein Punkt, der erfahrungsgemäß zeitlich unterschätzt wird – ist meiner Meinung nach der zeitlich gesehen ideal Punkt gekommen um zum Paarshooting aufzubrechen. Im wesentlichen gibt es hierfür zwei und bei einem Locationwechsel nach der Trauung sogar drei Gründe.

Erstens sind eure Gäste danach beim Sektempfang gut versorgt mit allem was sie brauchen. Zu diesem Zeitpunkt schauen sie sich erstmal um, begrüßen bekannte Gesichter und sind noch eher zurückhaltend im Kontakt mit euch. Meist möchte niemand die Zeit kurz nach der Trauung für sich beanspruchen, sondern erstmal für das Brautpaar und deren engsten Vertrauten ‚reserviert‘ lassen. Eure engsten Vertrauten sind jetzt allerdings meist auch mit dem Sektempfang oder ähnlichen organisatorischen Aufgaben beschäftigt und damit auch eher kurz angebunden. D.h. nachdem ihr vielleicht eine kurze Begrüßung in die Runde sprecht, ist es aus der Sicht der Gäste gar kein Problem, sich für die Paarbilder abzuseilen.

Für den Fall das ihr plant nach der Trauung die Location zu wechseln – also in den meisten Fällen – nutzt ihr auf diese Weise auch gleichzeitig gewissermaßen verlorene Zeit. Denn von dem Punkt in dem ihr zum Aufbrechen bei der Trauungs-Location aufruft bis zu dem Punkt an dem der letzte Gast an der Feier-Location ankommt vergeht meist die doppelte Zeit, die eine normale Fahrt zwischen den Locations kosten würden. Irgendwer hat immer irgendwas vergessen, den Weg nicht gefunden oder den Parkplatz verfehlt. Macht ihr das Paarshooting nach der Gratulation, verpasst ihr all das Warten und nutzt die Zeit sinnvoll.

Und nun der letzte, aber meiner Meinung nach der wahrscheinlich am meisten unterschätzte Grund bei der Planung des Paarshootings: Ihr seid gerade frisch verheiratet. Meist habt ihr euch vor der Trauung nicht gesehen, die Trauung vergeht wie im Flug und danach seid ihr umringt von euren Gästen. Das Paarshooting ist wahrscheinlich einer der wenigen Moment in dem ihr fast allein seid. Ich stelle es mir selbst immer so vor, dass ich einen solchen Moment gern so nah wie möglich an der Trauung hätte.

B. NACH DEM SEKTEMPFANG

Diese Variante ist eigentlich nur eine Abwandlung von Variante A. Wenn es euch wichtig ist, nach der Gratulation den Sektempfang dazu zu nutzen euch ein erstes Mal mit euren Gästen zu unterhalten oder einfach nur nicht direkt danach zum Paarshooting verschwinden möchtet, plant das Paarshooting einfach nach dem Sektempfang ein.

Hierbei gibt es wieder zwei unterschiedliche Möglichkeiten wenn ein Locationwechsel ansteht. Entweder ihr fahrt gemeinsam im Autokorso mit euren Gästen zur Location und seilt euch ab, sobald ihr alle Gäste in der Location begrüßt habt. Oder ihr nutzt den Moment eure Gäste zur Location fahren und kommt einfach eine halbe Stunde später als der letzte Gast dort an.

C. VOR DER TRAUUNG

Für den Fall, dass ihr zeitlich einfach keinen Punkt nach der Trauung seht oder es euch sehr wichtig ist, eure Gäste auch nicht für eine kurze Zeit allein zu lassen, gibt es natürlich die Möglichkeit das Paarshooting schon vor der Trauung einzuplanen. Meist ist es dadurch ein wenig zeitaufwenidger, da man nach der Vorbereitung erst zu einer geeigneten Location für die Bilder und danach erst weiter zur Trauung fahren muss. Zugleich wollt ihr natürlich im Normalfall nicht erst fünf Minuten vor der Trauung mit dem Paarshooting fertig sein, sondern nochmal eine halbe Stunde Puffer einplanen. Was ich auch sehr empfehle.

Damit es trotzdem einen ersten Moment des Staunens gibt, rate ich auch immer dazu einen kurzen „First-Look“-Moment einzuplanen. Als eine Situation in der ihr z.B. mit dem Rücken zueinander steh und euch dann nach dem Umdrehen das erste mal als Braut und Bräutigam seht. Oder noch schöner beide aufeinander zu geht und dadurch das ganze ein wenig dynamischer abläuft. Zum einen ein schöner Moment, zum anderen auch ein Moment für schöne Fotos. Hört sich zwar erst ein wenig gestellt an, lohnt sich aber auf jeden Fall. Und die Freude ist echt, da bin ich mir sicher.

Neben dem verpassten Moment des ersten Erstaunens in der Kirche oder je nach Trauungsart bei der freien oder standesamtlichen Trauung, geht natürlich bei dieser Möglichkeit ein wenig Authentizität dadurch verloren, dass ihr ja noch gar nicht verheiratet seid. Zumindest noch nicht in der Form, die ihr an diesem Tag zelebriert. Da aber meist die Aufregung und auch die Freude über das Outfit des Anderen genug Endorphine freisetzt, entstehen trotzdem schöne und emotionsreiche Bilder.

D. AFTER-WEDDING-SHOOTING

So wie Variante B eigentlich ein Abwandlung von Variante A ist, ist auch die Variante D eher eine ausgeweitete Version C. Okay, ich merk zuviel Buchstaben, zu wenig Klarheit: Wenn ihr einfach gar keine freie Zeit für das Paarshooting an eurem Tag seht oder keine Zeit dafür einplanen wollt, ist sicherlich auch eurer Hochzeitsfotograf dazu bereitet, das Paarshooting an einem anderen Tag zu machen.

Neudeutsch heißt das Paarshooting dann After-Wedding-Shooting und verläuft aber genauso wie das Paarshooting am Hochzeitstag. Das tolle daran ist allerdings, dass es natürlich keinen zeitlichen Druck gibt und man im Notfall auch den Tag wechseln kann, wenn man ein paar Tage vorher merkt, dass Regen angesagt ist. Nachteilig ist natürlich der zusätzliche Aufwand in Bezug auf Haare und Make-up der Braut und im Zweifel auch die Notwendigkeit eines neuen Blumenkranzes oder Brautstraußes wenn gewünscht.


Paarshooting als After-Wedding-Shooting in Bonn


GEHEIMTIPP: 15 MINUTEN DER GOLDENEN STUNDE

Egal wann ihr das Paarshooting für euch einplant und wie lang ihr es macht: Einen wichtigen Tipp möchte ich euch hier geben. Halt euch am Abend die Möglichkeit offen, nochmal 10-15 mit eurem Fotografen vor die Tür zu gehen und in der sogenannten Goldenen Stunde erneut ein paar Bilder zu machen. Der Begriff ist in der Fotografie geläufig und beschreibt die Stunde vor Sonnenuntergang während der – klarer Himmel ohne Wolkendecke vorausgesetzt – eine ganz besonders tolle Lichtstimmung herrscht.

Im orangen Abendlicht lassen sich zumindest nähere Bilder von euch auch meist örtlich nah an der Feier-Location machen und wenn ein Feld oder eine ähnliche weite Fläche angrenzt: Perfekt! Während die Gäste essen bleibt diese kurze Dauer auch fast unbemerkt und wenn ihr die Bilder seht, bin ich mir sicher das ihr froh seid, euch die Zeit genommen zu haben. Da aber natürlich nie klar ist, ob Abends dann wirklich die Zeit da ist und vor allem das Wetter passt, würde ich diese Bilder eher als Bonus sehen und nicht die entsprechende Dauer beim eigentlichen Paarshooting abziehen.

DIE GRUPPENBILDER

Über diesen Themenpunkt eigentlich schon in den Abend gesprungen, muss ich einmal nochmal kurz zurück in den Nachmittag gehen. Denn neben dem Paarshooting gibt es ja noch eine weitere Form der eher gestellten Bilder: Die Gruppenbilder. Ich unterscheide hierbei immer das große Gruppenbild mit allen Gästen von den kleineren Gruppenbildern in unterschiedlichen Konstellation, die ich einfach unter dem Begriff Familienbilder zusammenfasse.

Es gibt im Ablauf zwei gute Punkte hierfür. Entweder ihr macht sie bei der Trauungslocation, nachdem alle Gäste gratuliert haben und mit dem ersten Sekt ausgestattet wurden. Also dann wenn ihr beim Paarshooting Variante B wählt. Oder – wenn ihr für den Zeitpunkt des Paarshootings Variante A, C oder D wählt – kurz nachdem ihr in der Feierlocation eingetroffen seid. Wenn ihr keinen Locationwechsel habt, im Grunde an den selben Zeitpunkten aber natürlich in der einen Location, die ihr den Tag über nutzt.

Ob man erst das große Gruppenbild oder erst die Familienbilder macht, ist zum einen nicht allzu entscheidend und zum anderen eher von örtlichen Faktoren der Location abhängig. Für das große Gruppenbild braucht es entweder eine passende Treppe oder eine Möglichkeit von oben auf die Gruppe herunterzufotografieren. Für die Familienbilder reicht ein relativ unauffälliger flächiger Hintergrund ohne Treppe.

Um den zeitlichen Aufwand für die Gruppenfotos möglichst gering zu halten, rate ich jedem Paar dazu, sich vorher zu überlegen, welche Konstellationen einem wichtig sind und welche man nur im Zweifel noch spontan machen möchte. Erfahrungsgemäß führt dies zu einer deutlichen Zeitersparnis. Die Familienbilder sind dann meist in 10-15 Minuten fertig, während das große Gruppenbild nochmal weitere 5-10 Minuten benötigt – dabei dauert das fotografieren nur 1-2 Minuten, das Zusammenkommen aller Gäste aber deutlich länger.

DER WEITERE VERLAUF UND DAS ENDE

Sind die Gruppenbilder gemacht, das Paarshooting im Kasten und die 15 Minuten am Abend im Sonnenuntergang ebenfalls erfolgreich eingebaut, beginnt der Teil, bei dem sich auch die Hochzeitsfotografie bzw. eurer Hochzeitsfotograf nur noch nach eurem Programm richtet. Jetzt gibt es nichts mehr abzustimmen und der Fotograf begleitet euren Tag und Abend so wie ihr ihn erlebt.

Einzig das Ende der Reportage gilt es noch abzustimmen. Hierbei seid ihr natürlich die, die am Besten wissen, welche Parts sie gern noch fotografiert haben möchte und welche weniger wichtig für euch erscheinen. So will ich hier auch wenig anbringen, außer mit einem letzten Ratschlag diesen Text beenden: Lasst euren Eröffnungstanz noch fotografieren: Es lohnt sich!

Ich hoffe ich konnte Euch mit all diesen Worten ein wenig bei der zeitlichen Planung helfen und euch vor allem einen Überblick darüber verschaffe, an welchen Stellen bezüglich der Hochzeitsfotografie überhaupt zeitliche Planungsschritte erforderlich sind.

Wenn ihr noch weitere Fragen habt, kontaktiert mich immer gern oder lest euch auch mein FAQ mit den wichtigsten Fragen und Antworten durch.