zweiundihrtag | Hochzeitsfotograf Köln

TIPPS & TRICKS III

NATÜRLICHERE HOCHZEITSFOTOS

Dieser Beitrag aus meiner Tipps & Tricks Ecke zur Hochzeitsfotografie wird wahrscheinlich einer der kürzesten. Denn während die anderen Tipps zwar auch immer nur in Kombination mit einem Hochzeitsfotografen, der weiß was er tut, funktionieren oder Sinn ergeben, kommt es in diesem Bereich eigentlich mehr auf den Fotografen als auf das an, was ihr tun könnt. Denn selbst wenn ihr das entspannteste Paar mit der natürlichsten Austrahlung seid, wenn der Fotograf nur seine Standardposen mit euch durchzieht oder euch mit strikten Posinganweisungen völlig aus der Natürlichkeit herausreißt, werden die Bilder trotzdem nicht natürlich. Der Anteil des Fotografen bzw. seine Chance die Bilder zu ruinieren ist einfach sehr hoch. Gleichzeitig sollte es ein guter Fotograf meiner Meinung nach schaffen euch auch beim Paarshooting so zu unterstützen, dass ihr euch entspannen könnt und ganz locker zu natürlichen Posen findet.

Aber nach dieser einschränkenden Einleitung, hin zu den Tipps, die meiner Meinung nach trotzdem ihre Berechtigung haben. Entweder helft ihr mit eurem Verhalten eurem eh schon guten Fotografen dabei so schnell wie möglich die besten Bilder zu machen bzw. die Bilder noch einen kleinen Ticken besser zu machen. Oder ihr rettet euren vielleicht in diesem Bereich nicht sonderlich sensiblen Fotografen, der aber trotzdem das gut fotografiert, was vor ihm liegt, und damit auch eure Bilder vor der Künstlichkeit. Genug der Einleitung hin zu den Tipps.


Hochzeitsfotograf in Maastricht, natuerliches Paarbild mit lachendem Paar

SEID IHR SELBST

Ich möchte mit dem vermeintlich einfachsten, dem definitiv wichtigsten und wahrscheinlich gleichzeitig schwierigstem Tipp beginnen. Seid einfach ihr selbst. So schnell wie diese fünf Worte geschrieben sind, ist es natürlich leider nicht.

Ich stelle es mir insgesamt eh immer eher schwierig vor, bei der Planung einer Hochzeit nicht von dem Weg abzukommen, den man für sich selbst abgesteckt hat bzw. überhaupt erstmal den Weg zu finden, der für einen selbst der richtige ist. Durch den meist erheblichen zeitlichen Vorlauf gibt es viel Platz für Zweifel und Ratschläge von allen möglichen Seiten. Umso wichtiger ist es immer bei sich selbst zu bleiben und zu hinterfragen: Möchten wir das oder möchte Person XYZ das. Natürlich möchten man den Eltern oder ähnlich wichtigen Personen einzelne Wünsche nicht ausschlagen, sollte aber immer im Kopf behalten, dass man ein Fest macht, mit dem man sich, seine Beziehung und seine Liebe feiert – ich weiß das hört sich jetzt sehr kitschig an, ist aber nun mal so.

Auch für authentische und natürliche Bilder ist dies natürlich wichtig. Umso mehr ihr bei euch selbst bleibt und alles so gestaltet wie ihr selbst dies wollt, umso natürlicher und echter werden am Ende auch die Bilder von eurem Tag.


MACHT KEINE BILDER NUR WEIL ALLE SIE MACHEN

Diese Tipp schließt sich an den vorherigen an bzw. ist letztliche eine Resultat aus dem vorherigen. Bleibt ihr selbst und macht nicht das, was andere machen, nur weil es bei ihnen gut aussah oder weil jeder sagt ‚man macht das halt so‘. Ich kann mir vorstellen, dass es auch gerade bei der Fotografie schwierig ist, zu wissen, was man gern möchte und was nicht. Im Idealfall ist es zumindest nicht eure dritte Hochzeit und ihr habt keine oder kaum Erfahrung in diesem Bereich.

Trotzdem: Wenn ihr z.B. denkt ihr braucht kein Foto von allen Gästen auf einmal, weil ihr lieber ungestellte Aufnahmen der Gäste im Laufe des Tages bevorzugt: Lasst es. Macht es nicht nur, weil jemand sagt ‚ihr bezahlt den Fotografen und macht noch nicht einmal ein Gruppenbild mit allen Gästen?‘ Im besten Fall ist euer Fotograf ein guter Fotograf und auch wenn dies vielleicht früher eine seiner Hauptaufgaben war: Sein Können und seine Qualität braucht er nicht um einen Gruppenfoto von allen Gästen zu machen. Sicherlich wird auch dies bei ihm besser sein, als bei anderen, aber die wirkliche Kunst bei der modernen Hochzeitsfotografie ist es natürliche Bilder des Geschehens zu machen. Und hierfür braucht ihr einen guten und entsprechend höherpreisigen Hochzeitsfotografen.


LACHT, LÄCHELT UND ENTSPANNT EURE HÄNDE

Hierbei passt der Begriff Trick besser als Tipp. Denn ihr überlistet euch gewissermaßen selbst. Beginnen wir mit dem Lachen bzw. Lächeln je nach Situation und Angebrachtheit. Wenn ihr im Laufe des Tages, aber vor allem während des Paarshootings merkt, dass die Nervösität und Anspannung hochkommt, die bei vielen Paaren ein ganz normales Phänomen ist, lächelt einfach mal oder besser noch lacht mit eurem Partner. Und das ist jetzt nicht im Sinne eines abgenutzten Kalenderspruches gemeint und auch nicht im Sinne des Fotografen Begriffs ‚Cheese‘ , sondern hat hier einen biochemischen und damit handfesten Hintergrund. Lächeln und Lachen – letztlich auch schon das Hochziehen der Mundwinkel – führen dazu, dass der Körper Glückshormone ausschüttet, die super helfen wenn Anspannung, Sorgen, Ängste oder Nervosität schnell verschwinden sollen.

Ähnlich einfach verhält es sich mit dem zweiten Trick. Entspannt eure Hände. Lasst sie locker herunter hängen, legt sie entspannt auf oder greift die Hand eures Partners leicht und locker. Egal was ihr macht – am Besten gar nicht zuviel drüber nachdenken – entspannt schlichtweg die Muskulatur der Hand und der Rest des Körpers folgt. Gleichzeitig ist eine angespannte Hand in einem Foto ein unbewusstes Signal für den Betrachter, dass dieser wahrnimmt und als Anspannung deutet. Und im Zweifel seid ihr der Betrachter und denkt selbst, da war ich aber angespannt. Schöner werden die Bilder also immer mit entspannten Händen. Eine ‚Posing‘-Tipp der immer hilft.


Natuerliche Hochzeitsfotografie durch lachendes Paar an Fluß, nach einer Hochzeit

MUT ZUM PROBELAUF

Wenn es euch wirklich sehr unangenehm ist, fotografiert zu werden und es euch ehrlich gesagt schon davor graut, mit dem Fotografen zum Paarshooting aufzubrechen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ihr verzichtet auf das Paarshooting oder ihr macht einen ‚Probelauf‘ vor der Hochzeit. Während ich von ersterem ehrlich gesagt erstmal abraten würde, kann ich zum letzterem nur sagen: Ihr übt ja auch das Tanzen im Normalfall im voraus, gerade wenn es nicht eure Paradedisziplin ist.

Also nehmt euch dies zu Herzen, ruft euren Hochzeitsfotograf an und fragt nach einem Engagement-Shooting bzw. einem normalen Paarshooting. Genau wie an eurem Hochzeitstag nimmt sich der Fotograf dann im Normalfall eine bis anderthalb Stunden Zeit für euch, ihr übelegt euch eine nette Location und macht schöne Bilder von euch. Dabei könnt ihr super alle Fragen stellen, die sich spontan ergeben, werdet warm und lernt das Gefühl kennen zu zweit fotografiert zu werden. Ganz nebenbei habt ihr danach schon schöne Fotos von euch zwei, die sich super für die Einladungskarten nutzen lassen. Und wenn das nicht euers ist: Ihr habt super Fotos von euch zwei. Auch immer schon gut.


NEHMT EUCH GENUG ZEIT

Am Hochzeitstag beziehungsweise speziell nach der Trauung ist Zeit ein kostbares Gut. Ich erlebe immer wieder in meinen Vorgesprächen, wieviel Gedanken sich Brautpaare über den zeitlichen Ablauf machen. Und das zu Recht, ein gutes Timing ist einfach wichtig, wenn das Fest gut werden soll. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal auf meinen zweiten Beitrag aus der Reihe Tipps&Tricks hinweisen der sich speziell nur mit dem Thema Zeitplanung auseinandersetzt.

Auf jeden Fall ist auch beim Paarshooting ein passendes Timing essentiell für schöne und natürliche Bilder. Nur wenn ihr euch entspannen könnt und nicht das Gefühl habt, dass die Uhr schnell tickt, könnt ihr auf den Bildern auch entspannt, natürlich und ausgelassen wirken. Ich verstehe natürlich auch, dass ihr eure Gäste gern so kurz wie möglich allein lassen möchtet, aber 10 Minuten länger oder kürzer, verändern daran auch wenig. Gleichzeitig: Sie sind ja nicht allein. Ihr seid nur gerade nicht verfügbar. Nehmt euch eine gute Stunde Zeit für das Paarshooting, ihr werdet es nicht bereuen wenn ihr die Bilder seht. Und während des Shootings habt ihr selbst dadurch natürlich auch viel mehr Spaß.


SEID MÖGLICHST ALLEIN BEIM PAARSHOOTING

Auch wenn die Schleppe des Kleides eher lang ist oder es kälter ist und die Mäntel dabei sein müssen, verzichtet möglichst auf jede weitere Person während ihr die Paarbilder macht. Der Fotograf ist im Grunde schon eine Person zuviel, allerdings weiß er wenn er seinen Job versteht, wie er euch trotzdem zu einem Gefühl von Zweisamkeit verhilft. Die obligatorische Trauzeugin hingegen ist sehr unerfahren hierbei. Im Zweifel denkt sie sich auflockernde Witze oder Sprüche wären notwendig um euch ein zusätzliches Lächeln zu entlocken. Das ist gut gemeint, aber trotzdem nicht gut, wenn es um natürliche Bilder geht.


SCHAUT NICHT/KAUM IN DIE KAMERA

Diesen Tipp muss ich ein wenig einschränken, da es durchaus Bilder gibt, bei denen ein Blick in die Kamera zu einem tollen Ergebnis führt und das ganze sehr direkt und dynamisch wirken lässt. Allerdings wird euer Fotograf euch in diese Situation dazu auffordern in die Kamera zu schauen. In allen anderen Momenten bedenkt die Kamera möglichst nicht mit direktem Augenkontakt. Selbst wenn euer Blick in die grobe Richtung der Kamera geht, schaut ein wenig drüber, drunter oder an der Seite vorbei. Damit wirkt euer Blick natürlicher und eure Aufmerksamkeit nicht auf die Kamera gerichtet.

Auch wenn ich angekündigt hatte, mich hier kurz zu fassen, ist mal wieder doch an einiges Wörtern zusammen gekommen und ich hoffe es waren ein paar hilfreiche Anregungen für euch dabei. Wenn euer Shooting dann erfolgreich verlaufen ist und ihr die Bilder von eurem Fotografen bekommen habt, die ihr wolltet, lest euch gern auch meinen nächsten Beitrag dieser Reihe durch. Darin gebe ich Anregungen, was man alles mit seinen Hochzeitsbildern machen kann und wie man sie am besten aufbewahrt.